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Nebelhornussen in Güntersleben am 30.11.01
Nachdem sich Großrinderfeld und Münnerstadt
darauf geeinigt hatten ihr alljährliches Abschlusshornussen
und der abschließenden Aktivenversammlung in Güntersleben
(zwischen Großrinderfeld, 30 km und Münnerstadt, 50 km
bei Würzburg gelegen) abzuhalten, ahnte noch niemand, was da
auf uns zukommen würde. Es sollte ein sehr spezielles Demo-
und Werbehornussen werden. Nach vortrefflicher Vorarbeit in Form
von Zeitungsankündigung, Bockstandvorbereitung, Riesausstecken
und zu guter letzt mit bester Verpflegung war alles zum Wettspiel
an diesem Sonntag Nachmittag um 14.00 Uhr vorbereitet.
Allerdings war da noch das Problem, dass man vom
Bockstand zwecks undurchdringlichen Nebels nicht bis zur 0/1 schauen
konnte und umgekehrt. Normalerweise hätte man sich nun zusammengesetzt
und die gute Verpflegung am Ries in Anspruch genommen. Wären
da nicht etwa 150 Interessierte gewesen, die auf den Beginn des
Spieles harrten.
Nachdem dann alle Aktiven vom Spielbeginn überzeugt
werden konnten ("ihr wollt wirklich spielen, ihr habt sie doch
nicht mehr alle"),
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hielt Martin Bach eine kurze Einführung in
die Hornusserlehre sprich Materialkunde. Ja und dann ging's los.
Großrinderfeld, mit etwas mehr Nebelerfahrung
aus schweizer Wettspielen ging zuerst zum Abtun in das weiß
verschleierte Ries. Kurz schlagen hies nun die Devise.
Florian Henneberger nahm dies nur all zu wörtlich und lies
sich gleich mal zwei Nullen schreiben. Die restliche Mannschaft
schlug sich auf der 5/6 so langsam ein. Nur unsere beiden Junghornusser
Jan Laske und Johannes Dieterle konnten es nicht lassen und mussten
Großrinderfeld unbedingt bis zur 10 bemühen. 5 Numero
und 5 abgefangene Hornüsse schlugen am Ende für Rinderfeld
zu Buche. Der Rest verhallte bei Seitenwind im Nebel. Dagegen wurde
jeder abgefangene Hornuss gerade im Sichtbereich von den Zuschauern
mit großem Applaus quittiert. Besonders das große Laufpensum
mit gleichzeitigem Stechen und Abtun von Andreas Zeisner fand den
größten Anklang.
Nach dem Wechsel durften nun die Mürschter ihre
ersten Nebelerfahrungen machen. Jeder heranfliegende Hornuss war
eine Überraschung, frei nach dem Motto "gut angezeigt
ist halbgesehen aber noch lange nicht abgetan".
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Als man dann nicht einmal mehr den Spieler
beim Anmessen sehen konnte, war jeder froh, dass das Spiel endlich
vorbei war.
Vorbei?, weit gefehlt! Jetzt ging es erst richtig los.
Die mitgebrachten Alustecken kamen sehr schnell zum Einsatz, denn
von den noch ca. 70 Anwesenden wollten nun einige das Hornussen
ausprobieren. Es zeigte sich schnell, dass auch in Güntersleben
so manches Talent schlummert. Als dann zum Nebel noch die Dunkelheit
hinzu kam, sah jeder ein, dass endlich Schluss sein musste.
In der Hoffnung, mindestens 6-8 Aktive
in der Deutschen Gruppenmeisterschaft als eigene Mannschaft Güntersleben
2002 zu erleben verabschiedeten wir uns und durften 8 Stecken, Träfs,
2 Schindeln, 1 Bock (gespendet von Heinrich Kühni für
genau so einen Anlass) und diverse Nüsse vor Ort lassen. Natürlich
mit den besten Wünschen, bald mehr aus einem Weinbaugebiet
mit Namen Güntersleben zu hören.
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